Flöhe und Zecken

Flöhe und Zecken - gefährliche Parasiten in der warmen Jahreszeit!

Juckreiz, Hautentzündungen, Allergie, Wurmbfall, Borreliose, Babesiose, Anaplasmose, Die Liste der möglichen Folgen eines Befalls mit Flöhen oder Zecken ist lang: Flöhe finden wir vor allem bei Hunden und Katzen, die häufig Kontakt mit Artgenossen oder auch kleineren Wildtieren haben ( z.B. Igel, Mäuse,..).

Sie leben die meiste Zeit auf der Haut unserer Haustiere und ernähren sich von deren Blut. Während dieser Blutmahlzeit können Krankheitserreger übertragen werden. Der Flohspeichel kann allergische Reaktionen auslösen. Flohbisse sind schmerzhaft, das Tier reagiert mit heftigem Kratzen oder Beißen an der betroffenen Stelle. Dadurch entstehen oft kleine Wunden, die sich entzünden und infizieren können und so zu entzündlichen Reaktionen der Haut führen.

Wenn die Flöhe von unseren Hunden oder Katzen aus dem Fell gefangen und zerbissen werden, können sie außerdem noch Bandwürmer übertragen. Nach einer ausgiebigen Blutmahlzeit verlassen die Flohweibchen ihren Wirt und legen ihre Eier ab. Innerhalb eines Monats kann ein Floh bis zu 1000 Nachkommen hervorbringen. Das geschieht meist in unseren Häusern und Wohnungen – im Stoff des Hundebettchens, unter dem Sofa, im Teppich usw. Nach einigen Tagen schlüpfen Larven, die sich zu Nymphen entwickeln und nach 3-4 Wochen ist die nächste Generation erwachsener Flöhe da. Von ihnen werden unsere Hunde und Katzen wieder aufs Neue heimgesucht.

Zecken verbringen den größten Teil ihres Lebenszyklus im Freien. Sie leben bevorzugt im hohen Gras und an Waldrändern. Auch in Wiens Grüngebieten sind sie sehr häufig. Vollgesogene erwachsene Zecken sind bohnengroß und von grau-blauer Farbe.

Nach Verlassen des Wirtes (Mensch, Tier) legen sie bis zu 5000 Eier. Aus diesen schlüpfen die nur 0,5 mm großen Larven. Sie saugen vorzugsweise an Waldmäusen und Igeln. Wenn Hunde von Zeckenlarven befallen werden, sitzen sie am ehesten an der weichen Haut um die Nase und zwischen den Zehen. Aus den Larven entwickeln sich die Nymphen, sie sind ca. 1mm groß. Aus ihnen entwickeln sich dann die erwachsenen Zecken.

Alle drei Entwicklungsstadien können Krankheitserreger übertragen.

Der Erreger heißt Borrelia burgdorferi und gehört zu den Schraubenbakterien. In manchen Gebieten sind bis zu 20% der Zecken infiziert. Wiederkehrendes Fieber, Apathie, und Gelenksentzündungen sind häufige Symptome einer Borrelieninfektion. In schweren Krankheitsverläufen können auch Schäden an Herzmuskel und Nieren auftreten.

Die Behandlung erfolgt durch die mehrwöchige Gabe von Antibiotika.

Eine vorbeugende Impfung steht zur Verfügung.

Babesiose: Diese Erkrankung kommt erst seit kurzer Zeit bei uns vor. Noch vor wenigen Jahren war das Verbreitungsgebiet in Süd- und Südosteuropa. Die Krankheit zeigt sehr schweren Krankheitsverlauf. Wenn man sie nicht rechtzeitig erkennt kann sie auch tödlich enden. Die Babesien befallen die roten Blutkörperchen und zerstören sie. Die auffälligsten Symptome sind Schwäche und blasse Schleimhäute.

Eine effektive Behandlung ist leider nur in frühen Krankheitsstadien möglich.

Eine vorbeugende Impfung steht zur Verfügung.

Ehrlichiose/ Anaplasmose: Diese Erkrankung kommt bei uns noch nicht sehr häufig vor. Erkrankte Hunde zeigen Fieber, Schwäche, Blutungen in die Haut und Lymphknotenvergrößerung. In schweren Fällen kommt es zu multiplen Organschäden.

Die Behandlung akuter Fälle hat meist eine gute Prognose.

Eine vorbeugende Impfung steht nicht zu Verfügung.

Um unsere Tiere vor diesen gefährlichen Erkrankungen zu schützen, ist die Vorbeugung gegen Floh- und Zeckenbefall besonders wichtig!!!!

Es stehen verschiedene spot-on Präparate und Bänder zum verlässlichen Schutz gegen Flöhe und Zecken zu Verfügung. Die meisten Präparate müssen alle 4 Wochen appliziert werden.
Wir informieren Sie gerne, welches Medikament für Ihren Liebling das Beste ist. (www.tierambulanz-brigittenau.at)

Für Hunde, die sehr oft in Zeckengebieten unterwegs sind, sind auch die vorbeugenden Impfungen gegen Borreliose und Babesiose zu empfehlen.